So, 26. Mai 2019, 18:00 h - Riven in Time
Sa, 08. Jun 2019, 18:00 h - Huijing Han - Die kompletten Chopin Walzer
Mo, 10. Jun 2019, 19:00 h - Trimpert & Moritz - Liederabend
Fr, 14. Jun 2019, 20:00 h - 48h Neukölln in Nikodemus
Sa, 15. Jun 2019, 20:00 h - 48 h Neukölln in Nikodemus

Alle Veranstaltungen
So, 26. Mai 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst mit Abendmahl
Do, 30. Mai 2019, 10:00 h - Gottesdienst
Fr, 31. Mai 2019, 18:00 h - Taizéandacht
So, 02. Jun 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst
So, 09. Jun 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Jubelkonfirmation
Alle Gottesdienste

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gotische hallenkircheSitzgeschichten

von Angelica Dinger

Die ersten Christen und Christinnen gingen nicht in die Kirche, denn sie hatten noch gar keine. Im frühen Christentum traf man sich in Häusern von Gemeindemitgliedern, wo man sich zum traf und gemeinsam am Tisch saß. Mit der Ausbreitung des Christentums und dem Erfolg der jungen Religion etablierten sich christliche Gotteshäuser, in denen man sich traf und gemeinsam Gottesdienst feierte. Dort hielt man sich stehend auf, wie in nichtchristlichen antiken Tempel auch.

Im Mittelalter saßen die Gottesdienstbesucher in der Messe ebenfalls nicht auf Stühlen oder Bänken. Die Gemeinde nahm stehend am Gottesdienst teil. Das Sitzverbot galt aber nicht für alle, Bischöfe zum Beispiel hatten schon früher besondere Stühle im Gottesdienst, die fast wie ein Thron aussehen konnten und die hervorgehobene Position des Bischofs vor der Gemeinde betonen sollten.
Dies alles änderte sich mit der Reformation. Martin Luther und weitere Reformatoren rückten die Predigt in das Zentrum des Gottesdienstes. Obwohl es die Sakramente wie das Abendmahl noch im Gottesdienst gab, war nun das wichtigste Element die Predigt. Die Predigten damals waren lang, sehr viel länger, als wir das heute gewohnt sind. In der Ulmer Kirchenordnung von 1747 wird festgehalten, dass die Predigt nicht länger als eine Stunde dauern soll und katechetische Belehrungen eine halbe Stunde nicht überschreiten soll. Damit die Gemeinde sich gut auf die Predigt konzentrieren konnte, wurden also Sitzgelegenheiten geschaffen (ob das allerdings dazu führte, dass die Gemeinde so lange konzentriert zuhören konnte, ist nicht überliefert).

Diese Veränderungen führten dazu, dass in der Neuzeit auch in katholischen Kirchen Bänke und Sitzgelegenheiten eingeführt wurden. Also begannen Tischler und Zimmermänner landauf landab Bänke und Kirchenstühle anzufertigen, die heute vielleicht nicht immer ganz bequem sind, die aber damals einen großen Fortschritt an Bequemlichkeit bedeuteten. Aber in christlichen Gottesdiensten setzt man sich nicht überall auf der Welt hin. In orthodoxen Kirchen ist das Stehen der Gemeinde bis heute zuweilen üblich. Das Stehen (oder besser: das Sich-nicht-hinsetzen) hat mit Respekt zu tun. In der schon erwähnten Ulmer Kirchenordnung heißt es, man solle zum Beten oder zur Schriftlesung „lieb sämtlich aufstehen, sich vor dem allmächtigen Gott herzlich demütigen“.

Bis ins 19. Jahrhundert konnte man am Sitzplatz im Gottesdienst Rückschlüsse auf den sozialen Status einer Person ziehen. Die Kirche war ein zentraler Ort gesellschaftlicher Begegnung. Es wurde genau wahrgenommen, wer dort vorne und wer hinten sitzen darf. Die nobelsten, hochrangigsten Besucherinnen und Besucher nahmen vorne Platz. Eine Seite war den Männern, die andere Seite der Kirchenbänke den Frauen vorbehalten (manchmal saßen auch die Frauen vorne und die Männer hinten).

Heute darf die Gemeinde sitzen und steht an einigen besonderen Stellen im Gottesdienst als Zeichen des Respekts auf. Das gilt zum Beispiel für die Fürbitten oder das Vaterunser. Manchmal ist es aber auch schön, zwischendurch aufzustehen, denn singen kann man zu jeder Zeit am besten im Stehen.

48 Stunden Neukölln in Nikodemus

Fr 14. Juni 2019 - So 16. Juni 2019

48h Neukölln in Nikodemus

Freitag, 14. Juni

20.00: Ausstellung/ Performance; Corinna Rosteck ‚Riven in Time’ (Zerrissen in der Zeit) /
Performance I "Angelus Novus"

Corinna Rosteck gestaltet mit fotografischen und malerischen Bildern raumgreifend die Ausstellungswände Zu den Performances werden im Dialog der Tänzerin und Choreografin Macha Melanie und Ihrer elfköpfigen Compagnie Puls'Art Videos von Momentaufnahmen, Spiegelungen direkt auf die Tänzer projiziert, ein wirkungsvolles Wechselspiel von Gegenwärtigem und Gesehenem.
21.00:  Neuer Jazzchor Berlin
Im Oktober 2012 in Berlin–Kreuzberg gegründet, besteht der Neue Jazzchor Berlin heute aus ca. 20 Chormitgliedern. Gesungen werden Stücke verschiedener Genres, u.a. anspruchsvolle Arrangements der Jazzchorliteratur, ausgewählte Popsongs z.B. von Sting und mitreißende Sambanummern.
22.30  :  Peter K. Kuehnel – Thrill
Der Multi-Instrumentalist kreiert mithilfe modernster Elektronik seine abgefahrenen „Klanglandschaften“. Hammergeile Grooves und melancholische Melodik verbinden sich zum Nervenkitzel – das Thrill- Erlebnis!
23.30  : Performance  II "Augmented Organic Reality"
Tanzcompagnie Puls’art mit Volker Jaekel - Piano.

Sonnabend, 15. Juni
20.00 : Performance I "Angelus Novus"
20.30 :  Dora Osterloh Solo

Im Soloprojekt der in Berlin lebenden Sängerin und Komponistin entstehen mit Stimme, elektronischen Effekten und Loops sphärische Klangwelten und abstrakte Songs. Aus eigenen Texten werden Improvisationen, bestehende Kompositionen verfremdet und die Grenzen zwischen Sprache, Musik und Geräusch neu definiert.
21.30 :  Die Improvisionäre spielen Futura
Erschaffe mit uns Deinen Kiez in Neukölln, wie er in der Zukunft (Future III) aussieht oder aussehen könnte. Durch Deine Ideen entstehen auf der Bühne erst die Bewohner*innen und dann eine ganze neue Welt. Auf "1, 2, 3 los" erwecken die Improvisionäre diese Utopie oder Dystopie zum Leben und nehmen Dich mit auf eine einzigartige Reise
22.30 :   Felix Manyés Gitarre
Felix Manyés musikalische Wurzeln finden sich in der traditionellen Gitarrenmusik Spaniens, die er mit Elementen der Flamenco-Gitarre und seiner Vorliebe für maurische Musik, aber auch mit Jazz und Ethno-Einflüssen kombiniert.
23.30  : Performance  II "Augmented Organic Reality"
Tanzcompagnie Puls’art mit Volker Jaekel - Piano.

Sonntag, 16. Juni
14.00:   
Die Improvisionäre für Kinder
Ein Mitmach-Märchen für Kinder von 4 bis 10 Jahren und alle, die sie gerne begleiten.
15.00:   Das Oberton-Chörchen
2 Frauen und 4 Männer und ein Instrumentarium aus Chello, Chalumeaux, Gitarre, Xylophon, Handpan, Didgeridoo, Shrutibox, Trommel, Gong, Klangschalen, Zimbel, Metallplatte und Regenstab.
17.00:   Zeitklang mit Chormusik
Chor der Martin-Luther und Nikodemusgemeinde und Tanzcompagnie Puls’art mit Volker Jaekel - Piano

 

nikodemusmagazin juni 2019

Eiszeit

Nikodemus Magazin Juni - August  2019

Als wir den Titel 'Eiszeit' wählten dachten wir eher an einen bevorstehenden heißen Sommer voller Speiseeis und nicht an anhaltend kaltes Wetter. Der Klimawandel zieht sich durch die Themen des Magazins, doch auch die Infos über Eisdielen in Nord-Neukölln werden sicher dem einen oder der anderen von Nutzen sein.
Ganz zu schweigen von den Veranstaltungstipps und vielem anderen mehr ....

Sie können die aktuelle Ausgabe(ca.5,8 MB) hier herunterladen

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Veranstaltungen

So, 26. Mai 2019, 18:00 h - Riven in Time
Sa, 08. Jun 2019, 18:00 h - Huijing Han - Die kompletten Chopin Walzer
Mo, 10. Jun 2019, 19:00 h - Trimpert & Moritz - Liederabend
Fr, 14. Jun 2019, 20:00 h - 48h Neukölln in Nikodemus
Sa, 15. Jun 2019, 20:00 h - 48 h Neukölln in Nikodemus

Gottesdienste

So, 26. Mai 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst mit Abendmahl
Do, 30. Mai 2019, 10:00 h - Gottesdienst
Fr, 31. Mai 2019, 18:00 h - Taizéandacht
So, 02. Jun 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst
So, 09. Jun 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Jubelkonfirmation

kirchturm grafik

Mehr Informationen
zu unserem kulturellen Programm
finden Sie auf
art.kulturkirche-nikodemus.berlin

 

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