Fr, 31. Jan 2020, 20:00 h - Mark Kagan-Trio
So, 09. Feb 2020, 17:00 h - ZeitKlang: Japanese Art Song
Sa, 15. Feb 2020, 20:00 h - Guitar Orchestra of Europe
So, 16. Feb 2020, 15:00 h - 18:00 h Kinderkultursonntag
Fr, 21. Feb 2020, 20:00 h - 22:00 h Kinder- und Babytrödel

Alle Veranstaltungen
So, 02. Feb 2020, 10:00 h - Gottesdienst mit Agapemahl
So, 09. Feb 2020, 17:00 h - ZEITklang Gottesdienst
So, 16. Feb 2020, 10:00 h - Gottesdienst
So, 23. Feb 2020, 17:00 h - Abendgottesdienst
Fr, 28. Feb 2020, 18:00 h - Taizéandacht in St. Christophorus
Alle Gottesdienste

Anfahrt

gotische hallenkircheSitzgeschichten

von Angelica Dinger

Die ersten Christen und Christinnen gingen nicht in die Kirche, denn sie hatten noch gar keine. Im frühen Christentum traf man sich in Häusern von Gemeindemitgliedern, wo man sich zum traf und gemeinsam am Tisch saß. Mit der Ausbreitung des Christentums und dem Erfolg der jungen Religion etablierten sich christliche Gotteshäuser, in denen man sich traf und gemeinsam Gottesdienst feierte. Dort hielt man sich stehend auf, wie in nichtchristlichen antiken Tempel auch.

Im Mittelalter saßen die Gottesdienstbesucher in der Messe ebenfalls nicht auf Stühlen oder Bänken. Die Gemeinde nahm stehend am Gottesdienst teil. Das Sitzverbot galt aber nicht für alle, Bischöfe zum Beispiel hatten schon früher besondere Stühle im Gottesdienst, die fast wie ein Thron aussehen konnten und die hervorgehobene Position des Bischofs vor der Gemeinde betonen sollten.
Dies alles änderte sich mit der Reformation. Martin Luther und weitere Reformatoren rückten die Predigt in das Zentrum des Gottesdienstes. Obwohl es die Sakramente wie das Abendmahl noch im Gottesdienst gab, war nun das wichtigste Element die Predigt. Die Predigten damals waren lang, sehr viel länger, als wir das heute gewohnt sind. In der Ulmer Kirchenordnung von 1747 wird festgehalten, dass die Predigt nicht länger als eine Stunde dauern soll und katechetische Belehrungen eine halbe Stunde nicht überschreiten soll. Damit die Gemeinde sich gut auf die Predigt konzentrieren konnte, wurden also Sitzgelegenheiten geschaffen (ob das allerdings dazu führte, dass die Gemeinde so lange konzentriert zuhören konnte, ist nicht überliefert).

Diese Veränderungen führten dazu, dass in der Neuzeit auch in katholischen Kirchen Bänke und Sitzgelegenheiten eingeführt wurden. Also begannen Tischler und Zimmermänner landauf landab Bänke und Kirchenstühle anzufertigen, die heute vielleicht nicht immer ganz bequem sind, die aber damals einen großen Fortschritt an Bequemlichkeit bedeuteten. Aber in christlichen Gottesdiensten setzt man sich nicht überall auf der Welt hin. In orthodoxen Kirchen ist das Stehen der Gemeinde bis heute zuweilen üblich. Das Stehen (oder besser: das Sich-nicht-hinsetzen) hat mit Respekt zu tun. In der schon erwähnten Ulmer Kirchenordnung heißt es, man solle zum Beten oder zur Schriftlesung „lieb sämtlich aufstehen, sich vor dem allmächtigen Gott herzlich demütigen“.

Bis ins 19. Jahrhundert konnte man am Sitzplatz im Gottesdienst Rückschlüsse auf den sozialen Status einer Person ziehen. Die Kirche war ein zentraler Ort gesellschaftlicher Begegnung. Es wurde genau wahrgenommen, wer dort vorne und wer hinten sitzen darf. Die nobelsten, hochrangigsten Besucherinnen und Besucher nahmen vorne Platz. Eine Seite war den Männern, die andere Seite der Kirchenbänke den Frauen vorbehalten (manchmal saßen auch die Frauen vorne und die Männer hinten).

Heute darf die Gemeinde sitzen und steht an einigen besonderen Stellen im Gottesdienst als Zeichen des Respekts auf. Das gilt zum Beispiel für die Fürbitten oder das Vaterunser. Manchmal ist es aber auch schön, zwischendurch aufzustehen, denn singen kann man zu jeder Zeit am besten im Stehen.

kindertroedel baer

Kinder- und Babytrödel am 21./22. Februar 2020

FREITAG, 21. FEBRUAR, 20-22 h
SAMSTAG, 22. FEBRUAR, 11-18 h

Kleidung für Kinder von 0 - 14 Jahre, Umstandsmode, Spielzeug, Zubehör rund ums Kind.
Es gibt selbstgemachte Leckereien und Getränke.

Der Erlös geht an die Willkommensklasse der Elbe-Grundschule.

Für den Kinder- und Babytrödel suchen wir Kleidung für Babys von 0 und Kindern bis 14 Jahre sowie Spielwaren, Bücher und jegliches Zubehör rund ums Kind.
Spenden nehmen wir zeitnah zum Termin gerne entgegen. Kleidung gerne nach Größen sortiert und beschriftet. 

kinderkultursonntag fisch

Kinderkultursonntag 16. Febuar 2020

Märchen & Musik

Möchten Sie am Sonntagnachmittag drei Stunden für sich haben?
Wir machen es möglich. Melden Sie Ihr(e) Kind(er) einfach zum Kinderkultursonntag an und es kann losgehen! Zielgruppe sind Kinder im Grundschulalter und große Kindergartenkinder, die kurz vor der Einschulung stehen. Ältere Kinder sind auch herzlich willkommen. Wenn Sie möchten, können Sie auch in unserem Café-Bereich warten und ein Stück Kuchen genießen. Termine jeweils von 15 bis 18 Uhr.

MIT MARIANNE SCHMIDT

Nähere Informationen bei Pfarrerin Martina Weber und bei Frau Birgit Kück.

Veranstaltungen

Fr, 31. Jan 2020, 20:00 h - Mark Kagan-Trio
So, 09. Feb 2020, 17:00 h - ZeitKlang: Japanese Art Song
Sa, 15. Feb 2020, 20:00 h - Guitar Orchestra of Europe
So, 16. Feb 2020, 15:00 h - 18:00 h Kinderkultursonntag
Fr, 21. Feb 2020, 20:00 h - 22:00 h Kinder- und Babytrödel

Gottesdienste

So, 02. Feb 2020, 10:00 h - Gottesdienst mit Agapemahl
So, 09. Feb 2020, 17:00 h - ZEITklang Gottesdienst
So, 16. Feb 2020, 10:00 h - Gottesdienst
So, 23. Feb 2020, 17:00 h - Abendgottesdienst
Fr, 28. Feb 2020, 18:00 h - Taizéandacht in St. Christophorus

kirchturm grafik

Mehr Informationen
zu unserem kulturellen Programm
finden Sie auf
art.kulturkirche-nikodemus.berlin

 

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