Fr, 09. Aug 2019, 20:00 h - I Pizzicati Berlin
So, 11. Aug 2019, 22:00 h - NachtZEITklang
Sa, 17. Aug 2019, 19:00 h - Orientalische Tänze und afrikanische Trommeln
So, 25. Aug 2019, 15:00 h - 18:00 h Kinderkultursonntag
So, 25. Aug 2019, 19:00 h - The Big Brassers

Alle Veranstaltungen
So, 28. Jul 2019, 10:00 h - Gottesdienst
So, 28. Jul 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Abendmahl
So, 04. Aug 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Abendmahl
So, 11. Aug 2019, 22:00 h - ZEITklang-Gottesdienst
So, 18. Aug 2019, 22:00 h - Abendgottesdienst
Alle Gottesdienste

Anfahrt

gotische hallenkircheSitzgeschichten

von Angelica Dinger

Die ersten Christen und Christinnen gingen nicht in die Kirche, denn sie hatten noch gar keine. Im frühen Christentum traf man sich in Häusern von Gemeindemitgliedern, wo man sich zum traf und gemeinsam am Tisch saß. Mit der Ausbreitung des Christentums und dem Erfolg der jungen Religion etablierten sich christliche Gotteshäuser, in denen man sich traf und gemeinsam Gottesdienst feierte. Dort hielt man sich stehend auf, wie in nichtchristlichen antiken Tempel auch.

Im Mittelalter saßen die Gottesdienstbesucher in der Messe ebenfalls nicht auf Stühlen oder Bänken. Die Gemeinde nahm stehend am Gottesdienst teil. Das Sitzverbot galt aber nicht für alle, Bischöfe zum Beispiel hatten schon früher besondere Stühle im Gottesdienst, die fast wie ein Thron aussehen konnten und die hervorgehobene Position des Bischofs vor der Gemeinde betonen sollten.
Dies alles änderte sich mit der Reformation. Martin Luther und weitere Reformatoren rückten die Predigt in das Zentrum des Gottesdienstes. Obwohl es die Sakramente wie das Abendmahl noch im Gottesdienst gab, war nun das wichtigste Element die Predigt. Die Predigten damals waren lang, sehr viel länger, als wir das heute gewohnt sind. In der Ulmer Kirchenordnung von 1747 wird festgehalten, dass die Predigt nicht länger als eine Stunde dauern soll und katechetische Belehrungen eine halbe Stunde nicht überschreiten soll. Damit die Gemeinde sich gut auf die Predigt konzentrieren konnte, wurden also Sitzgelegenheiten geschaffen (ob das allerdings dazu führte, dass die Gemeinde so lange konzentriert zuhören konnte, ist nicht überliefert).

Diese Veränderungen führten dazu, dass in der Neuzeit auch in katholischen Kirchen Bänke und Sitzgelegenheiten eingeführt wurden. Also begannen Tischler und Zimmermänner landauf landab Bänke und Kirchenstühle anzufertigen, die heute vielleicht nicht immer ganz bequem sind, die aber damals einen großen Fortschritt an Bequemlichkeit bedeuteten. Aber in christlichen Gottesdiensten setzt man sich nicht überall auf der Welt hin. In orthodoxen Kirchen ist das Stehen der Gemeinde bis heute zuweilen üblich. Das Stehen (oder besser: das Sich-nicht-hinsetzen) hat mit Respekt zu tun. In der schon erwähnten Ulmer Kirchenordnung heißt es, man solle zum Beten oder zur Schriftlesung „lieb sämtlich aufstehen, sich vor dem allmächtigen Gott herzlich demütigen“.

Bis ins 19. Jahrhundert konnte man am Sitzplatz im Gottesdienst Rückschlüsse auf den sozialen Status einer Person ziehen. Die Kirche war ein zentraler Ort gesellschaftlicher Begegnung. Es wurde genau wahrgenommen, wer dort vorne und wer hinten sitzen darf. Die nobelsten, hochrangigsten Besucherinnen und Besucher nahmen vorne Platz. Eine Seite war den Männern, die andere Seite der Kirchenbänke den Frauen vorbehalten (manchmal saßen auch die Frauen vorne und die Männer hinten).

Heute darf die Gemeinde sitzen und steht an einigen besonderen Stellen im Gottesdienst als Zeichen des Respekts auf. Das gilt zum Beispiel für die Fürbitten oder das Vaterunser. Manchmal ist es aber auch schön, zwischendurch aufzustehen, denn singen kann man zu jeder Zeit am besten im Stehen.

Wahlen zum Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat ist das Leitungsgremium der Gemeinde. Alle drei Jahre wird die Hälfte seiner Mitglieder neu gewählt.  Die Amtszeit eines Mitgliedes beträgt 6 Jahre.

Der Gemeinderat befasst sich mit Themen wie Kita-Ausbau, unserer Entwicklung als Kulturkirche und neuen Ideen dafür, mit Gottesdienstabläufen und Kollektenzuordnung, mit Baumaßnahmen, mit Personalentscheidungen und Datenschutz, mit unserer Mitarbeit in der Bürgerplattform, mit Festen und vielem anderem mehr. Im Gemeindekirchenrat laufen auch die Informationen aus Kirchenkreis und Landeskirche zusammen.

Kurz: wer über die Richtung der Gemeinde mitbestimmen will und ihr Herz laut schlagen hören möchte, der sollte sich für eine Kandidatur interessieren!

Noch bis zum 19.8. können Mitglieder der der Nikodemusgemeinde Kandidaten vorschlagen.
Formulare erhalten Sie im Gemeindebüro.

Wir freuen uns über Ihre Vorschläge!

Die nächste Wahl findet am Sonntag, 3. November 2019 statt.

Video der Landeskirche zur GKR-Wahl 2019

 

nikodemusmagazin juni 2019

Eiszeit

Nikodemus Magazin Juni - August  2019

Als wir den Titel 'Eiszeit' wählten dachten wir eher an einen bevorstehenden heißen Sommer voller Speiseeis und nicht an anhaltend kaltes Wetter. Der Klimawandel zieht sich durch die Themen des Magazins, doch auch die Infos über Eisdielen in Nord-Neukölln werden sicher dem einen oder der anderen von Nutzen sein.
Ganz zu schweigen von den Veranstaltungstipps und vielem anderen mehr ....

Sie können die aktuelle Ausgabe(ca.5,8 MB) hier herunterladen

Weiterlesen ...

Veranstaltungen

Fr, 09. Aug 2019, 20:00 h - I Pizzicati Berlin
So, 11. Aug 2019, 22:00 h - NachtZEITklang
Sa, 17. Aug 2019, 19:00 h - Orientalische Tänze und afrikanische Trommeln
So, 25. Aug 2019, 15:00 h - 18:00 h Kinderkultursonntag
So, 25. Aug 2019, 19:00 h - The Big Brassers

Gottesdienste

So, 28. Jul 2019, 10:00 h - Gottesdienst
So, 28. Jul 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Abendmahl
So, 04. Aug 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Abendmahl
So, 11. Aug 2019, 22:00 h - ZEITklang-Gottesdienst
So, 18. Aug 2019, 22:00 h - Abendgottesdienst

kirchturm grafik

Mehr Informationen
zu unserem kulturellen Programm
finden Sie auf
art.kulturkirche-nikodemus.berlin

 

Anzeige: