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pippi langstrumpf
Bild: Atelier SAXA

Liebe Lesende

von Martina Weber (Pfarrerin)

eine für viele schöne, aber auch oft volle und hektische Zeit liegt vor uns. Drei Monate hat dieses Magazin Gültigkeit. Das alte Kirchenjahr ist bereits vorü- ber, am 2. Dezember feiern wir den 1. Advent gemeinsam in der KulturKirche Nikodemus.
Die Adventssonntage, der Heilige Abend, die Weihnachtsfeiertage und der Weihnachtsfestkreis. Silvester und Neujahr, Epiphanias und wenn das Magazin dann am Ende seiner Zeit angekommen ist, ist fast schon wieder Karneval und dann die Passionszeit. So ein Magazin macht ganz schön was mit. Und von den vielen Konzerten, Zeitklängen, den Abend- und den Morgengottesdiensten, den Chorproben, dem Babytrödel und den Kinderkultursonntagen, dem Krippenspiel und der Seniorengymnastik, dem Literaturkreis und den vielen kleinen und großen Begegnungen habe ich noch gar nicht gesprochen.
Wie mag es Ihnen und euch wohl ergehen in so einer bewegten und ereignisreichen Zeit? Das Magazin trägt den Titel: „Das haben wir davon.“
Jetzt, da ich diesen Artikel schreibe, bin ich noch in der Studienzeit, einer Zeit, in der Pfarrerinnen und Pfarrer alle fünf Jahre mal für drei Monate aus dem Gewohnten heraustreten dürfen. Durchatmen und Kraft schöpfen, aber auch Neues entdecken, erlernen. Sich mit einem Thema vertiefend beschäftigen, Kreativität wecken und einen kleinen Blick von außen auf die Gemeinde werfen. Ich will Ihnen und euch schreiben, was ich davon habe und dann, im Nachgang, was auch die Gemeinde davon hat.
Meine Studienzeit führte mich nach Köln ins Atelier SAXA. Die Idee dazu kam mir in einem Zeitklang, den der Gemeindekirchenrat gestaltete. Im Reformationsjubiläumsjahr. Da hatten wir den Künstler Saxa mit seiner Assistentin Ela Kimmig und den von ihm wortgemalten Luther bei uns zu Gast. Ich fand diese Art, Worte zusammen ein Bild schreiben zu lassen oder mit Worten zu malen, um ein Bild nicht nur mit einem visuellen Ausdruck, sondern auch einer geschriebenen Botschaft auszugestalten, sehr beeindruckend.
Täglich arbeite ich mit Worten. Den Worten der Heiligen Schrift und auch ganz alltäglichen Worten: in Gesprächen, in Sitzungen, auf dem Friedhof, in Geschäftsbriefen, in Mitarbeitendenrunden. Das gesungene Wort, das zusammen mit der Melodie und der Musik zu einer gesungenen Botschaft wird, auch das kommt viel in meinem täglichen Gebrauch vor.
Nun also Wortmalerei. Viel Arbeit zuvor, damit die Gemeinde gut weiterlaufen kann, und sicher auch ein dicker Stapel Unerledigtes hinterher. Dazwischen diese drei Monate. Kita-Schulabschied - Studienzeit - GKR-Klausurtagung. Ich war voller Vorfreude und auch aufgeregt, ob mir wohl etwas gelingen würde. Ideen schwirrten durch meinen Kopf. Und endlich war es soweit, mein Weg führte mich von Neukölln nach Köln.
Ich habe viel gelernt. Über Sichtweisen und Blickwinkel. Über Schwarz und Weiß und deren optische Mischung zu Grau. Über Größenverhältnisse. Über die Macht des Bildes und des Wortes. Über die Verschmelzung von Wort und Bild zu einem Gesamtkunstwerk. Darüber, dass alles mit dem ersten Strich auf der weißen Leinwand anfängt. Über Strichstärken, Neigungswinkel, Puntzen, Aufschwünge und Serifen, über Ausdruck in der Schrift. Über das altbekannte: Das Große geht nur, wenn die vielen Kleinen da sind, und zwar genau am richtigen Platz. Nur im Zusammenspiel gibt es ein Bild. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Hektik und Stress treten zurück, Ruhe und Langsamkeit, Sorgfalt und Ausdauer sind gefragt. Weitblick und immer wieder zurücktreten und von Weitem schauen. Innehalten, damit das Weitergehen Sinn macht und nicht schief geht. Den Gedanken freien Lauf lassen, Gefühle und Tagesformen beachten. Den Rat anderer einholen, beherzigen und den guten Teil weiterverarbeiten. Und am Ende nach vielen kleinen, manchmal mühseligen Schritten, in dem Falle nach Buchstaben und Strichen, gibt es dann ein Gesamtbild, ein kleines Kunstwerk.
Irgendwie klingt das ja wie Gemeindearbeit. Und trotzdem ist es so ganz anders. Ich hoffe, ich konnte Sie und euch ein wenig aus dem Alltag entführen und ein kleines Stück mit in meine Studienzeit nehmen. Nehmen Sie/nehmt Ihr davon reichlich mit in die hoffentlich besinnliche Adventszeit, die fröhliche Weihnachtszeit und das neue Jahr, das mitten im Weihnachtsfestkreis beginnt. Ich freue mich auf die zahlreichen Begegnungen! Und hoffe: Wir haben etwas davon!

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