So, 04. Okt 2020, 17:00 h - ZEITklang Gottesdienst
Sa, 10. Okt 2020, 20:00 h - GITARRE SOLO - Felix Manye
Fr, 23. Okt 2020, 20:00 h - COULEURS DE PARIS
Fr, 30. Okt 2020, 20:00 h - „TÄGLICH SEHNT‘ ICH, NÄCHTLICH TRÄUMT‘ ICH“

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So, 04. Okt 2020, 17:00 h - ANALOG ZEITklang mit GKR
So, 11. Okt 2020, 10:00 h - DIGITAL Gottesdienst
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So, 25. Okt 2020, 17:00 h - ANALOG Abendgottesdienst
Sa, 31. Okt 2020, 17:00 h - Ökumenischer Gottesdienst

Glockenläuten

Sonntags um 10 Uhr läuten unsere Glocken als Zeichen dafür, dass Du nicht allein mit Deinem Gebet bist.

Die Glocken rufen jetzt mehr denn je zum Gebet - täglich mittags um 12 Uhr gemeinsam mit unserem Bischof Dr. Christian Stäblein auf der Website der EKBO.

Gottesdienste finden derzeit wegen der Coronakrise in unserem Kirchgebäude seltener statt - bitte achten Sie auf die Ankündigungen auf dieser Website und am Gebäude.

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Hier gibt es keinen Rassismus – oder?

Was black lives matter mit deutschem Alltag zu tun hat

Zum Hören

Die Wissmannstraße mündet gegenüber Karstadt in die Hasenheide. Hermann von Wissmann (1853-1905) war in der deutschen Kolonialzeit Gouverneur in Ostafrika. Er trägt die Verantwortung unter anderem für die brutale Niederschlagung des Maji-Maji-Aufstands gegen die deutschen Besatzer. In vielen deutschen Städten wurde der martialische Militarist durch nach ihm benannte Straßen geehrt – auch in Neukölln. Man kann sagen: „Das weiß doch heute kein Mensch mehr. Wen schert das?“ Es schert aber eben doch jemanden, denn es ist ein Symbol dafür, wie hier mit Rassismus umgegangen wird. Es gibt viele Menschen in unserer Stadt, die jeden Tag Erfahrungen mit Rassismus machen. Sie werden automatisch für Drogendealer gehalten. Eine deutsche Staatsangehörigkeit wird bei ihnen nicht vermutet. Sie werden vermehrt bei Fahrscheinkontrollen herausgegriffen. Sie bekommen keinen Mietvertrag. Sie bekommen schlechtere Jobs. Man traut ihnen keine höhere Bildung zu, wohl aber triebhaftes Verhalten. Und wenn sie sich gegen die Diskriminierung wehren, dann gelten sie als überempfindlich und regen sich unnötig über „Kleinigkeiten“ auf.

Ob etwas eine Kleinigkeit ist oder nicht, haben aber nicht die zu entscheiden, die nicht von Rassismus betroffen sind – das ist im Dialog auf Augenhöhe auszuhandeln.
Am 6.Juli 2020 wurde auf Radioeins Simone Dede interviewt, Mitinitiatorin der Website tearthisdown.com, die dokumentiert, wie viele Straßen in Deutschland das deutsche koloniale Erbe noch immer würdigen – die Mohrenstraße und zwei Berliner Wissmannstraßen sind nur ein kleiner Teil davon.

Kommentare dazu im Internet:
„Ich weiß nicht warum immer so ein Affentheater gemacht wird.“
„Hassen die Deutschen ihr Land so sehr oder was steckt dahinter?“
„Haben wir nichts besseres zu tun, als Straßennamen zu ändern...... Dies gehört nun mal zur Geschichte.“
„Es ist jetzt gut, es reicht ! Kein anderes Land lässt das alles mit sich machen, kein anderes Volk.“ 1

Diese Tonlage hatten viele Statements, doch die Diskussion lässt sich nicht mehr aufhalten und die Zustimmung in der breiten Bevölkerung zu Namensänderungen wächst. Die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung beschloss im vergangenen Jahr einen Bürgerdialog einzuleiten mit dem Ziel, die Wissmannstraße umzubenennen.

Mein Traum ist, dass für uns alle eine Idee von einem Zusammenleben ohne Rassismus von wirklichem Interesse wäre. Nicht nur, weil wir uns das Etikett „Rassist*in“ nicht anheften wollen, sondern weil ein Leben ohne Rassismus für alle gleichermaßen erstrebenswert ist: Wir schätzen Vielfalt und haben eine Vorstellung davon, wie sich welcher Spruch und welches Verhalten für die Menschen anfühlt, mit denen wir zusammenleben. Ein Zusammenleben in Vielfalt und Respekt liegt uns am Herzen, weil wir das bereichernd finden und wichtig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und wir haben auch kein Problem damit, mit Unterschiedlichkeiten umzugehen und Kompromisse auszuhandeln. Das ist für uns Alltag, denn das hier ist ein demokratisches Land. So weit mein Traum.

Ende Juli endete die Frist, Namensvorschläge für die Wissmannstraße einzureichen. Auch ich habe mich beteiligt – mal sehen, was daraus wird ...2

1 https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/07/berlin-kolonalismus-umbenennung-strassen-karte-tearthisdown.html

2 Mein Vorschlag ist: „Hatun-Sürücü-Straße“  – Die Berlinerin Hatun Sürücü wurde 2005 Opfer eines Ehrenmordes, weil sie sich einer Zwangsverheiratung verweigerte und ein unabhängiges Leben begann.

Vernissage pinsel und wein

Mit dem zeitklangam Sonntag, 4. Oktober 2020 um 17 Uhr wird eine Ausstellung der Bilder von 'Pinsel und Wein' eröffnet. Interessierte der Bremer der Bremer St. Remberti Gemeinde nähern sich der Kunst durch Selbermalen - es ist erstaunlich und schön was dabei herausgekommen ist. Mehr über die Künstler, ihr Ansinnen und ihre Geschichte auf Youtube.

 

Musik zum Sonntag 27.9.2020

Musik zum 16. Sonntag nach Trinitatis

Hello - Volker Jaekel, Piano

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So, 04. Okt 2020, 17:00 h - ZEITklang Gottesdienst
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Sonntags um 10 Uhr läuten unsere Glocken als Zeichen dafür, dass Du nicht allein mit Deinem Gebet bist.

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Aus dem Magazin 'Schnee von gestern'